Schmerzlinderung

Lebensfreude statt Leid: Schmerzformen verstehen

2 ältere Menschen fahren auf einem Fahrrad, schmerzfrei und aktiv - auch im Alter

Schmerzen – laut Lehrbuch eine "komplexe, unangenehme Sinnesempfindung". Sie sind aber auch ein wichtiges Warnsignal des Körpers. 

Werden Schmerzen zu lange ignoriert, können sie sich in das Schmerzgedächtnis einbrennen – und schlimmstenfalls chronisch werden. Die Behandlung von Schmerzen richtet sich nach der Art, aber auch der Intensität und Dauer des Schmerzes. Sehr starke oder plötzlich auftretende Schmerzen, solche, die mehrere Tage andauern oder deren Ursache nicht eindeutig ist, müssen von einem Arzt untersucht werden.

 

  1. Wie kann ich Schmerzen richtig einschätzen?
  2. Wie kann ich welche Art von Schmerzen behandeln?
  3. Das Wesentliche zu Schmerzformen zusammengefasst
  4. Unser Tipp aus der Gesundheitsredaktion
Mann sitzt auf dem Sofa und hat Kopfschmerzen

1. Wie kann ich Schmerzen richtig einschätzen?

Wer Schmerzen hat, wird den Begriff "unangenehm" möglicherweise als untertrieben empfinden. Schmerzen können uns, unsere Leistungsfähigkeit und unsere Lebensqualität extrem beeinflussen.​Trotzdem sind Schmerzen nicht grundsätzlich schlecht: Denn sie sind auch ein Warnsignal unseres Körpers. Sie zeigen uns die Grenzen unserer körperlichen Belastbarkeit und können ein Hinweis auf ernste Krankheiten sein.

Wird unser Nervensystem jedoch ständig von Schmerzreizen überflutet, können Schmerzempfindungen dauerhaft werden. Der Patient leidet Schmerzen, ohne dass es eine körperliche Ursache gibt, weil die Schwelle für eine Schmerzempfindung herabgesetzt ist. In solchen Fällen spricht man von Chronifizierung des Schmerzes, und der Schmerz selbst wird zur Krankheit.

Bei der Bekämpfung von Schmerzen gilt es also, das richtige Maß zu finden. Einerseits müssen Schmerzen sorgfältig diagnostiziert werden. Es kann gefährlich sein, Schmerzen, die heftig oder häufig auftreten, einfach zu ignorieren oder ohne ärztliche Untersuchung dauerhaft zu betäuben. Andererseits sollte man mit der Behandlung von Schmerzen nicht zu lange warten. Gerade akute, kurzzeitig auftretende Schmerzen, deren Ursache bekannt und vorübergehend ist, z. B.: Zahn- oder Regelschmerzen, eignen sich zur Selbstmedikation.

2. Wie kann ich welche Art von Schmerzen behandeln?

Die richtige Behandlung hängt von der Art der Schmerzen ab:

Nervenschmerzen
Zahnschmerzen
Muskel- und Gelenkschmerzen
Kopfschmerzen

Nervenschmerzen:

Ziehende Schmerzen im Nacken bis in den Schulterbereiche, einschießende Rückenschmerzen, die bis ins Bein ausstrahlen, dumpfe oder brennende Schmerzen im Kreuz... fast jeder 2. Deutsche klagt über Rückenschmerzen! Was viele Schmerzgeplagte jedoch nicht wissen: Hinter diesen unangenehmen Beschwerden stecken oft geschädigte oder gereizte Nerven. Mediziner sprechen dann von sogenannten Nervenschmerzen (Neuralgien).


Diese nervenbedingten Schmerzen in Nacken und Rücken können zum Beispiel durch Verspannungen oder Fehlhaltungen entstehen. Kein Wunder, schließlich verbringen wir immer mehr Zeit im Sitzen, etwa auf dem Bürostuhl oder im Auto. Hinzu kommt oftmals Bewegungsmangel – die Muskulatur verhärtet und kann auf die Nerven drücken. Häufige Folge: Nervenschmerzen. Auch ein Bandscheibenvorfall kann Auslöser von Nervenschmerzen sein. Dabei übt ein Teil der vorgefallenen Bandscheibe Druck auf den Nerv aus. Dies führt dann häufig sogar zu ausstrahlenden Schmerzen bis in die Beine oder Füße, teilweise auch begleitet von Kribbeln oder Taubheitsgefühlen. Ein weiterer Auslöser von Nervenschmerzen kann eine Reizung oder Quetschung des Ischias-Nervs sein – der längste und dickste Nerv des Körpers, der sich vom unteren Rücken bis zum Fuß verzweigt. Oft entstehen dann stechende, brennende Schmerzen, die ebenfalls bis zum Fuß ausstrahlen können. Viele klagen zudem über Taubheits- oder Kribbelgefühle an den betroffenen Stellen. Andere wiederum fühlen sich wie von „Strom durchflossen“.

 
Was Betroffene oft nicht wissen: Bei Nervenschmerzen zeigen viele Schmerzmittel nur wenig Wirkung! Das bestätigen auch Mediziner der deutschen Gesellschaft für Neurologie. Der Grund: Viele Schmerzmittel bekämpfen Entzündungen. Bei Nervenschmerzen handelt es sich hingegen häufig um geschädigte oder gereizte Nerven.  

Neben der medikamentösen Therapie kann bei Nervenschmerzen helfen: 

>  Entspannende Sportarten wie Tai Chi oder Yoga sind ideal für einen sanften Einstieg in regelmäßige Bewegung. Wenn Sie im Fitnessstudio trainieren, informieren Sie Ihren Trainer über Ihre chronischen Schmerzen. Kombinieren Sie dann am besten Übungen für die Dehnung und Kräftigung der Muskeln. Wichtig: Beginnen Sie langsam mit den Übungen und überfordern Sie sich nicht!
> Eine ausgewogene Ernährung, wenig Stress und die Anwendung von Entspannungstechniken sind sinnvolle Ergänzungen, um Nervenschmerzen zu lindern.
> Punktuelle Wärme- oder Kältereize können eine unterstützende Behandlung sein.  

Zahnschmerzen: 

Bei akuten Zahnschmerzen helfen antientzündliche Schmerzmittel wie z. B. Ibuprofen. ​Mit Zahnschmerzen muss man umgehend zum Zahnarzt.​

Bei Zahnschmerzen handelt es sich meist um Entzündungen, z. B. weil Kariesbakterien die Schutzschichten eines Zahnes zerstört haben. Akute Zahnschmerzen können sehr plötzlich (z. B. nachts) auftreten und sehr heftig sein. Ein antientzündliches Schmerzmittel leistet dann rasch erste Hilfe. Den Gang zum Zahnarzt erspart das natürlich nicht.
Entzündungen von Zähnen und Zahnfleisch müssen in jedem Fall behandelt werden. Auch nach dem Zahnarztbesuch, z. B. nach dem Entfernen von Weisheitszähnen oder ähnlichen Eingriffen, hilft ein schnell wirksames Schmerzmittel mit entzündungshemmenden Eigenschaften, z. B. Flüssigkapseln mit Ibuprofen.​

Neben Schmerzmitteln kann bei Zahnschmerzen helfen:

> Kühlung, z. B. mit einer umwickelten Kompresse von Außen
> Entzündete Stellen peinlich sauber halten

 

Frau hält sich die Wange wegen Zahnschmerzen

 

Muskel-, Glieder- und Gelenkschmerzen:

Gelenkschmerzen infolge von Unfällen sollten ggf. ärztlich untersucht und das Gelenk geschont werden.​ Rücken- oder Gelenkschmerzen infolge von Fehlbelastungen dürfen nicht zur Bewegungseinschränkung der entsprechenden Gliedmaßen führen, weil sich die Beschwerden sonst verschlimmern.

Prinzipiell stehen bei Glieder- und Gelenkschmerzen orale Schmerzmittel (zur Einnahme) oder topische Schmerzmittel (zum Auftragen auf die Haut) zur Verfügung.
Muskel-, Glieder- und Gelenkschmerzen können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Akute Gliederschmerzen treten z. B. im Rahmen einer Erkältung auf. Akute Muskel und Gelenkschmerzen sind häufig die Folge von sportlicher Überlastung oder Unfällen. In beiden Fällen sollte man die betroffenen Körperteile eine Weile schonen. Aber auch durch Fehlbelastungen z. B. am Arbeitsplatz können Verspannungen und sogar Abnutzungserscheinungen an den Gelenken hervorgerufen werden und Schmerzen verursachen. Schlimmstenfalls entwickelt sich eine Arthrose, eine Verschleißerscheinung der Gelenke.

Besonders wichtig, um Schmerzen effektiv zu behandeln:

> Schonhaltung oder mangelnde Bewegung verschlimmern solche Beschwerden anstatt sie zu bessern.
> Die entsprechenden Muskelpartien erhalten und trainieren, um die Gelenke zu entlasten. Eine effektive Schmerzbekämpfung ist hier oft der erste Schritt, damit der Patient beweglich bleibt.
> In ärztliche Behandlung gehören chronische, entzündliche Gelenkschmerzen, z. B. aufgrund von Rheuma.

 

Kopfschmerzen:

Es gibt viele verschiedene Kopfschmerzarten.​ Spannungskopfschmerz und Migräne sind mit über 90 % die häufigsten Kopfschmerzformen.​ Für die Behandlung ist es wichtig, zwischen Migräne und Spannungskopfschmerz zu unterscheiden.

Spannungskopfschmerz
Spannungskopfschmerzen sind meist beidseitig, drückend oder ziehend. Im Unterschied zur Migräne verstärken sie sich nicht bei körperlicher Anstrengung (also z.B. beim Treppen steigen). Die Schmerzen können hier vom Nacken in den Kopf ausstrahlen, an den Schläfen oder auch der Stirn beginnen. Viele Betroffene beschreiben ihren Schmerz, "als wenn der Kopf in einem Schraubstock stecken würde". Spannungskopfschmerzen können unbehandelt mehrere Tage anhalten und eignen sich gut für die Selbstmedikation.​
 

Begleitend zur Therapie mit Schmerzmitteln kann bei Spannungskopfschmerzen helfen:

> Wärme, um Verspannungen zu lösen
> Ablenkung, z. B. ein Spaziergang
> Ein Schmerztagebuch, um mögliche Auslöser zu identifizieren​

Migräne
Migräne sind Kopfschmerzen, die in Attacken plötzlich auftreten. Sie werden als pulsierend, pochend oder hämmernd beschrieben und nehmen bei körperlicher Anstrengung zu. Migräneschmerzen sind häufig einseitig und können sehr heftig sein. Sie beginnen meist in der Schläfe oder rund um ein Auge und breiten sich dann aus. Begleitend zu einer Migräneattacke leiden viele Betroffene unter Übelkeit bis zum Erbrechen, sowie extremer Licht- und Lärmempfindlichkeit.​
Einige Patienten erleben im Vorfeld der Migräneattacke eine Aura: Bevor die Kopfschmerzen auftreten haben sie neurologische Ausfallerscheinungen wie z. B. Sehstörungen, Lichtblitze, Sprachstörungen, Schwindelgefühle und Gleichgewichtsprobleme. Während die Symptome der Aura bei den meisten Patienten maximal zwei Stunden anhalten, kann eine Migräneattacke bis zu vier Tage dauern und den Betroffenen komplett außer Gefecht setzen. Wird die Migräne bereits während der Auraphase behandelt, kann dies die Attacke verkürzen oder sogar unterdrücken.
Je nach Intensität und Häufigkeit kann es sinnvoll sein, die Diagnose von einem Arzt absichern zu lassen und eine geeignete Behandlungsform zu besprechen.
 
Neben der medikamentösen Therapie kann bei Migräne helfen:
> Dem Körper Ruhe gönnen
> Den Raum abdunkeln
> Ein Schmerztagebuch führen, um mögliche Auslöser zu identifizieren

 

    3. Das Wesentliche zusammengefasst

    Fokus Schmerzformen verstehen
    Schmerzen: Essenzielle Warnsignale des Körpers... dürfen nicht ignoriert werden, um Chronifizierung zu vermeiden
    Richtige Diagnose und Behandlung ist entscheidend: Akute und plötzlich auftretende Schmerzen erfordern ärztliche Untersuchung 
    Kopfschmerzen: Man unterscheidet zwischen Spannungskopfschmerz und Migräne

    Zahnschmerzen: Erfordern schnelle Hilfe durch entzündungshemmende Schmerzmittel

    Muskel-, Glieder- und Gelenkschmerzen: Erfordern spezifische Behandlungsansätze, wobei auch hier die Ursachen sorgfältig beachtet werden müssen

     

    4. Unser Tipp aus der Gesundheitsredaktion

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